
Wir steh’n auf Vierbeiner.
Und auf Tische.
Glücklich, der den Tisch als Holz sehen kann, den Tisch als Holz fühlen kann – der das Holz des Tisches sieht, ohne dabei den Tisch zu sehen, und sei es nur für einen Moment im Leben. Danach wird er „wissen“, was ein Tisch ist, aber er wird sein ganzes Leben nicht vergessen, dass er Holz ist. Und er wird dann den Tisch, den Tisch als Tisch, noch mehr lieben.
(Fernando Pessao)
sagt Roland.




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Ein tolles Kundenprojekt



Wenn also meine Mutter auf der eisernen Regal bestand, dass die ganze Familie drei Mal am Tag zusammen aß, brachte sie uns Kultur, Moral und Manieren bei. Darüber hinaus wurde die ganz Welt am Esstisch erklärt und diskutiert …
Am liebsten hörten wir die meist größenwahnsinnige Träume meines Vaters, in denen er als Superman die Welt rettete, meine Mutter war ein ständiger Quell erstaunlicher Neuigkeiten und pikanter Geschichten über Nachbarinnen und Verwandte …
Das gemeinsame Essen bildete nicht nur die emotionale Grundlage, sondern da lernten wir auch, zu erzählen. Eine gute Geschichte wurde geschätzt, Pointen wurden ausprobiert, Übertreibungen riskiert und gelduldet, denn es galt, eine potentiell bösartige und feindselige Welt da draußen in eine gute Geschichte hier drinnen zu wandeln. Deshalb durfte am Esstisch auch nicht gestritten werden.
Drei Mal am Tag traf man sich, sortierte die Welt und sich selbst, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
(aus „Wohnen“ von Doris Dörrie)
