Zum Inhalt springen
Bei der Sanierung vom Liebhof bringt die Schreinerei Liebwerk die Bedürfnisse von Mensch und Raum in Einklang.

ARCHITEKTURPSYCHOLOGIE À LA SCHREINEREI

Bei uns Schreinern gilt der Grundsatz: Was im Kleinen funktioniert, funktioniert auch im Großen. Und das machen wir uns zunutze, wenn wir neue Möbel entwerfen. Bei einem Tischgestell meinetwegen, bauen wir zunächst ein kleines maßstabsgetreues Modell. Wenn das Gestell samt Platte gut steht, nicht wackelt und nicht kibbelt – dann ist das auch beim großen Tisch und in echt so.

Bei Liebwerk beschäftigen wir uns tagtäglich mit Möbeln und Wohnkonzepten. Mit Ideen, die gestaltet, geplant und gebaut werden. Der handwerkliche und gestalterische Prozess ist unser Ding und wir haben Freude an schönen Räumen. Die Wirkung von solchen Räumen auf uns Menschen interessiert uns schon seit Jahren. Und mich persönlich treibt eine Frage um:

Ein Prinzip der Architekturpsychologie ist das Wahrnehmen von Räumen mit allen Sinnen. Damit spielen die Planungen von Liebwerk Schreinerei.

Warum fühlen sich manche Räume nach Zuhause an und andere nicht?

Letztes Jahr im Herbst kam ich bei einer Veranstaltung mit der Architekturpsychologie in Berührung. Und endlich war da was, was meiner Intuition im Gestalten ein solides Fundament gab. Eine planerische Herangehensweise, die sich nicht nur auf Erfahrung, Geschmack und Bauchgefühl verlässt, sondern auf wissenschaftlich belegbare Theorien.

Die Architekturpsychologie ist die Wissenschaft vom Lebensraum.

Wir bei der Liebwerk Schreinerei sind überzeugt, dass Mensch und Raum miteinander kommunizieren.
Natürliche Materialien im Mix – gut für Mensch und Raum.
Die Räume, die die Schreinerei Liebwerk am Bodensee gestaltet, fühlen sich nach Zuhause an.
Liebwerk setzt die natürlichen Materialien Holz und Stein in Kombination ein und erzeugt Spannung im Raum.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der Roland und ich unseren → Liebhof saniert haben. Ein altes Bauernhaus von Rolands Oma, im Jahr 1752 erstmals urkundlich erwähnt. Schiebt’s über den Haufen, haben am Anfang alle gesagt. Haben wir aber nicht. Wir haben in den alten Mauern, den niedrigen Decken, dem spitzen Dach was gesehen. Und das wollten wir zum Leben erwecken.

Viele Abende standen wir auf der Baustelle, im halbfertigen Hof, und fragten uns: Was will der Raum? Was braucht er? Und was brauchen wir? Oftmals kamen wir nicht auf Anhieb drauf. Wir haben uns mit einem Glas Rotwein auf den Boden gesetzt und haben gespürt. Haben Ideen skizziert und verworfen. Wir übten uns in Geduld. Und irgendwann wussten wir es: Das passt. Das entspricht uns und dem alten Gemäuer.

Liebwerk hat die Prinzipien der Architekturpsychologie bei der Gestaltung des Badezimmers erfolgreich eingesetzt
Das Badezimmer im Liebhof war eine Herausforderung. Doch es passt alles: Grundriss, Materialien, Licht.

Hört sich ein wenig spirituell an, war’s aber gar nicht. Es war schlicht die Beobachtung von Mensch und Raum. Und das Vertrauen, dass das Richtige entstehen wird. Wir wohnen seit bald zehn Jahren im Liebhof und fühlen uns pudelwohl. Alles ist immer noch richtig. Nur an einer Stelle haben wir nachjustiert; dazu ein andermal mehr.

Wir glauben, dass Raum und Mensch  miteinander reden. Ohne Worte zwar, und doch wollen beide gehört werden. Das Wissen um die Bedürfnisse von Mensch und Raum (wir sind ja schließlich Handwerker 🙂 …) hilft uns, die passenden Möbel zu planen und zu bauen.

Und so kristallisiert sich unsere Wohlfühlposition heraus. Nämlich die an der Schnittstelle von Handwerk, Gestaltung und Architekturpsychologie.

Julia und Roland von der Schreinerei Liebwerk planen Möbel und Einrichtungen mithilfe der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Architekturpsyhologie

ist das alles hokuspokus?

Ist es nicht. Die Architekturpsychologie hat ihren Ursprung Ende der 1960er in den USA. Zu der Zeit kam das „social design“ in Mode und die Idee „design with people in mind“ wurde publik. Gut zehn Jahre später schwappte die Bewegung nach Europa, wo man erstmals in den 1990er Jahren von der heilenden Wirkung von Räumen sprach. Inzwischen ist die Architekturpsychologie anerkannt als Wissenschaft vom Lebensraum.

Ich selbst habe im Frühjahr eine Ausbildung in Architekturpsychologie absolviert. Mein Ziel ist es, das Wissen um die Wirkung von Räumen konsequent in unsere Projekte einfließen zu lassen und das Bedürfnis vom Mensch mit dem vom Raum in Einklang zu bringen.

Als Schreinerei haben wir die Pflicht, ein gestalterisches Konzept direkt mit fachgerechter Umsetzung zu koppeln. Und genau da sehe ich die Schnittstelle zwischen Handwerk, Gestaltung und Architekturpsychologie.

….und wer mich kennt, weiß, dass ich neben den Räumen auch die Bühne liebe. Ich denke, dieses Thema hat es verdient, in die Welt getragen zu werden. Einen genauen Plan, wie das aussehen wird, habe ich noch nicht – aber meistens entsteht Klarheit im Tun. Bin daher ab sofort für Buchungen zu haben 😉

Gerne nehmen wir dein Projekt in Angriff.
Bist du bereit?

Hier geht es zu unseren → Homestories.

Danke fürs Lesen. Gefällt dir das Thema? Oder hast du Fragen dazu? Dann melde dich gerne bei mir.

Nachricht an Julia

Herzlichst,
deine

Julia Kohler kennt die Wirkung von Räumen und plant entsprechend die Wohnkonzepte bei der Liebwerk Schreinerei.